6. Februar 2014
Bäume, die in den Bergen wachsen, haben in den letzten 65 Millionen Jahren dafür gesorgt, dass die Erde nicht überhitzt.
Britische Forscher aus Oxford und Sheffield haben herausgefunden, dass die Wurzeln der Bäume wie ein Thermostat funktionieren und so die Erdtemperatur regulieren. Denn: Wenn die Wurzeln ins Erdreich wachsen, zersetzen sie Gesteinsschichten in ihre Einzelteile. Die verbinden sich dann mit Kohlendioxid und ziehen es so aus der Atmosphäre. In den Bergen funktioniert das besser als auf dem platten Land, weil der Boden da vor allem aus Vulkangestein besteht. Und das reagiert besonders gut mit CO2.
Die Wissenschaftler untersuchten über mehrere Jahre Baumwurzeln im peruanischen Regenwald - und zwar von den wärmeren Ebenen des Amazonas bis zu den Bergregionen der Anden. Diese Informationen kombinierten sie mit Daten zu Temperatur, Luftfeuchtigkeit und Regen. Sie stellten fest: In den letzten 65 Millionen Jahren haben die Wurzeln in wärmeren Perioden dafür gesorgt, dass mehr CO2 aus der Atmosphäre gezogen wird. In kälteren Perioden war das nicht nötig. Die Forscher gehen davon aus, dass die Bäume so Klimakatastrophen verhindert haben.
Die Studie ist in den Geophysical Resarch Letters erschienen.
Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)