6. Februar 2014

Schrumpelhaut: Forscher erklären, warum Haut nach dem Baden wieder glatt wird

Wer lange badet bekommt Schrumpelfinger - bloß wie wird die Haut danach wieder glatt?

Diese Frage haben Forscher der Uni Tübingen jetzt beantwortet. Wenn wir längere Zeit im Wasser sind, nimmt unsere Haut Feuchtigkeit auf und die Zellen der äußeren Hautschicht schwellen an. Steigen wir aus der Wanne, gibt die Haut das Wasser wieder ab und nach kurzer Zeit sind die Finger wieder glatt.

Mit einem Computermodell berechneten die Wissenschaftler die Prozesse, die dabei in der Haut ablaufen. Sie stellten fest: Verantwortlich ist vor allem das Protein Keratin in der äußeren Hautschicht. Wenn die Haut Wasser aufnimmt dehnen sich die Keratin-Fasern aus - die Haut schrumpelt. Weil diese Ausdehnung aber Energie braucht, können sich die Fasern nicht unendlich ausdehnen. Das ist wichtig, damit sich die einzelnen Fasern nicht berühren für immer verbinden. Denn dann würde die Haut für immer schrumpelig bleiben. So gibt sie das Wasser aber wieder ab und wird wieder glatt.

Die Forscher hoffen, dass ihre Ergebnisse in Zukunft helfen, Hautkrankheiten besser zu behandeln und künstliches Material herzustellen, das Hauteigenschaften hat.

Die Studie ist im Fachmagazin "Physical Review Letters" erschienen.

Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)