6. Februar 2014

Schizophrenie: Gesprächstherapie ist eine gute Alternative zu Psychopharmaka

Wenn ein Schizophrener zum Arzt geht, bekommt er meistens Psychopharmaka verschrieben.

Allerdings schlagen die Wirkstoffe noch nicht mal bei der Hälfte der Patienten an. Viele haben auch Angst vor den Nebenwirkungen wie Diabetes oder Gewichtszunahme. Das Resultat: Viele Patienten entscheiden sich, keine Psychopharmaka zu nehmen. Englische Forscher wollten deshalb mit einer Studie herausfinden, ob statt dessen kognitive Verhaltenstherapie Schizophrenen helfen kann. Dieser Therapieansatz geht davon aus, dass die Art und Weise, wie wir denken, bestimmt, wie wir uns fühlen und verhalten und wie wir körperlich reagieren.

Für ihre Studie teilten die Forscher 74 Kranke in zwei Gruppen ein - eine bekam Psychotherapie, die andere nicht. Dabei fanden sie heraus: In der Therapie-Gruppe ging es den Patienten besser als in der Vergleichsgruppe. Sie hatten weniger Krankheitssymptome und ihre sozialen Fähigkeiten verbesserten sich. Die Wissenschaftler sagen aber, dass größere Studien nötig sind, um die Ergebnisse der Untersuchung zu untermauern.

Die Untersuchung ist im Fachmagazin "The Lancet" erschienen.

Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)