7. Februar 2014

Dr. House: Mediziner retten Patienten dank Fernsehserie

Gäbe es "Dr. House" nicht, wäre der Patient jetzt vielleicht schon tot.

Vor eineinhalb Jahren kam ein Mann ins Zentrum für unerkannte Krankheiten in Marburg. Seine Symptome: Schwaches Herz, schlechtes Seh- und Hörvermögen und Fieberschübe.

Einziger Hinweis: Der Patient hatte vor einiger Zeit neue Hüftgelenke bekommen. Die Ärzte erinnerten sich an einen Fall in der Fernsehserie "Dr. House". Dort war die Erklärung für ähnliche Symptome eine Kobalt-Vergiftung. Und tatsächlich: Bluttests bestätigten den Verdacht. Das Kobalt kam aus den künstlichen Gelenken. Daraufhin wurde die Hüfte aus Metall durch eine Hüfte aus Keramik ersetzt. Wie die Mediziner im Fachblatt "The Lancet" berichten, geht es dem Patienten mittlerweile wieder etwas besser.

Der zuständige Arzt meint, die "Dr. House"-Serie habe im wahrsten Sinne des Wortes Leben gerettet. Die seltenen Krankheitsfälle, die dort behandelt werden, werden mittlerweile oft von Wissenschaftlern genutzt, um Studenten zu unterrichten.

Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)