10. Februar 2014
Hirsche haben es in der Paarungszeit wirklich nicht leicht.
Sie ist für sie so anstrengend, dass sie bis zu einem Viertel ihres Gewichts verlieren. Das heißt auch, dass sie nach dem Paaren ziemlich platt sind und gerade dann einen Kampf mit einem anderen Hirsch nicht so gut gebrauchen können.
Das Gute: Sie können schon am Röhren eines anderen Hirschs erkennen, in welchem körperlichen Zustand er ist. Das haben Biologen von der Queen Mary Universität in London herausgefunden. In einem Fachmagazin schreiben sie, dass die Tiere schnell aufeinander folgendes Röhren als bedrohlich wahrgenommen haben. Wahrscheinlich, weil sie die Hirsche dann als kraftvoll eingeschätzt haben. Matte Hirsche dagegen röhren eher mit einer niedrigeren Frequenz.
Um das rauszubekommen haben die Forscher Hirschen die Rufe von anderen männlichen Hirschen vorgespielt und dabei deren Reaktion beobachtet. Danach war ihnen klar, dass die Hirsche am Röhren erkennen, ob es Stress gibt, oder nicht.
Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)