12. Februar 2014
Man sieht schlechter, die Haare werden grau und die Muskulatur macht auch nicht mehr richtig mit - alt werden hat auch so seine Nachteile.
Forscher der Medizinischen Hochschule in Hannover haben es jetzt aber geschafft, zumindest den Muskeln Beine zu machen. Und das funktioniert so:
Damit ein Muskel sich bewegen kann, braucht man bestimmte Proteine. Je nachdem, wie die ihre Struktur verändern, zieht sich der Muskel zusammen oder entspannt sich. Wenn Menschen älter werden, werden es weniger Proteine, die auch noch ungenauer arbeiten.
Den Wissenschaftlern ist es nun zum ersten Mal gelungen, kaputte Proteine wieder zu reparieren. Sie fanden einen Wirkstoff (das Molekül EMD 57033), der die kaputten Proteine innerhalb von Minuten wieder richtig faltet. Damit wurde das Protein wieder aktiv und konnte wieder arbeiten.
Die Forscher haben das auch schon bei schwachen Herzmuskelzellen getestet. Mit dem Wirkstoff wurde das Gewebe für kurze Zeit wieder stabil. Das könnte zum Beispiel nach einem Herzinfarkt hilfreich sein kann.
Die Studie ist im Online-Fachmagazin "Elife" erschienen.
Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)