12. Februar 2014

Australischer Premierminister: Tony Abbott quartiert sich bei Aborigines ein

Die Australier tun sich schwer mit ihren Ureinwohnern: Es hat immerhin bis 2008 gedauert, bis sich der erste Premierminister bei den Ureinwohnern des Kontinents entschuldigte für das Leid, das ihnen noch bis in die 1970er Jahre zugefügt wurde.

Bis heute hat sich an der schlechten Situation der Ureinwohner nicht viel geändert. Premier Tony Abbott will sich deshalb nun in einer Siedlung der Aborigines im East Arnhem Land für eine Woche einquartieren. Er meint: Warum sollten die Aborigines nach 226 Jahren mit meist unregelmäßigen Interesse nicht für sieben Tage die ungeteilte Aufmerksamkeit ihres Ministerpräsidenten haben?

Den Bericht über die derzeitige Situation der Aborigines zeigte schließlich, dass die Australier noch einiges vorhaben, um die strukturelle Benachteiligung zu beenden. Bis heute ist es so, dass weniger als 50 Prozent von ihnen Arbeit haben. Schlechte Lebensbedingungen führen dazu, dass zum Beispiel Männer mehr als zehn Jahre eher sterben als der Durchschnittsaustralier.

Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)