12. Februar 2014

Dickmacher-Bakterien: Menschen in kalten Klimazonen haben mehr

Na bitte: Die Klimazone ist schuld am Übergewicht!

Um genau zu sein: Die Darmflora der Menschen, die in dieser Klimazone leben. Forscher der Unis in Berkeley und Tucson haben sich angeschaut, wo die Bakterien und Bacteroidetes am häufigsten vorkommen. Die Bakterienstämme aus dem menschlichen Darm sind dafür verantwortlich, dass ein Mensch eher zunimmt oder nicht. Nachdem sie über 1.000 Probanden und deren Darmflora gecheckt hatten, erkannten sie ein Muster: Je nördlicher man wohnt, je kühler also die Wohnregion ist, desto mehr Firmicutes-Bakterien hatten die Probanden im Darm, die Nahrung besonders gut verwerten können. Das ergibt auch Sinn, schließlich mussten sich die Menschen in Urzeiten in kälteren Gebieten eher eine Fettschicht zulegen, um die niedrigen Temperaturen auszuhalten. Heute könnte man sich eigentlich einfach einen Mantel überziehen, die unterschiedliche Anzahl der Bakterienstämme ist aber immer noch vorhanden.

Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)