12. Februar 2014
Die Krabbenspinnen sind eher die Schmusetypen unter den Vielbeinern: Statt als aggressive Einzelgänger leben sie in Spinnenfamilien zusammen und die Mütter adoptieren sogar fremde Kinder.
Ein deutsch-australisches Forscherteam hat nun herausgefunden, dass den Spinnen das Zusammenleben mit ihren Geschwistern beim Großwerden nützt. Dafür haben sie verschiedenen Müttern unterschiedliche Konstellationen vorgesetzt, die sie aufziehen mussten: Mal mit mehr, mal mit weniger Adoptivkindern. Sie konnten beobachten, dass die Gruppen ohne fremde Spinnen, also die reinen Geschwistergruppen, schneller an Gewicht zulegten und die Überlebenswahrscheinlichkeit höher war. Die Biologen sagen, dass das daran liegt, dass es unter den Geschwistern weniger Konflikte gibt. Sie vermuten, dass die positive Gruppendynamik ein Signal für die Mütter sein könnte, anhand dessen sie entscheidet, ob sie mehr Nahrung abgibt oder für sich behält.
Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)