12. Februar 2014

NS-Raubkunst: Kulturstiftung der Länder fordert mehr Experten für Provenienzforschung

Es muss mehr Experten geben, die sich darum kümmern, die rechtmäßigen Besitzer von Kunstwerken aufzuspüren.

So sieht es Isabel Pfeiffer-Poensgen, die Generalsekretärin der Kulturstiftung der Länder. Sie hat in Berlin mehr Provenienz-Forscher für Museen, Bibliotheken und Archive gefordert. Nach ihren Worten ist nämlich bis heute unklar, wie viel NS-Raubkunst noch in öffentlichen Sammlungen zu finden ist. Schätzungen sprechen von bis zu einer Million Objekte, die ihren Besitzern zwischen 1933 und 1945 von den Nazis geraubt wurden.

Gestern war bekannt geworden, dass zur Sammlung von Cornelius Gurlitt noch mehr Bilder gehören als bisher angenommen: In Gurlitts Haus in Salzburg fanden die Ermittler 60 weitere Kunstwerke, darunter Gemälde von Picasso, Monet und Renoir. Jetzt müssen Experten überprüfen, ob es sich um Raubkunst handelt.

Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)