13. Februar 2014

Steinzeitkind verrät neues über Geschichte der Indianer

Unser Schulwissen stimmt wohl: Die Ureinwohner Amerikas kamen aus Asien und nicht aus Europa.

Die Europa-These ist umstritten, hält sich aber, weil Forscher rätselhafte Fossilien gefunden haben, die sehr europäisch aussehen.

Doch Widerspruch kommt jetzt von Wissenschaftlern aus Kopenhagen. Sie haben die DNA eines Steinzeitkindes analysiert, das vor etwa 12.500 Jahren im Norden der USA gestorben ist.

Wie die Forscher im Magazin "Nature" schreiben, haben sie in der DNA kaum europäische Spuren entdeckt. Die Analyse spricht aber eindeutig dafür, dass die Vorfahren des Kindes über die Beringstraße kamen - also aus Asien.

Eine weitere Überraschung: Der Junge ist viel enger verwandt mit heutigen indigenen Stämmen aus Südamerika, als mit Ureinwohnern aus Kanada oder der Arktis - obwohl er ja im Norden Amerikas gefunden wurde. Die Forscher ziehen daraus den Schluss: Die Indianer Nord- und Südamerikas haben sich früher getrennt als gedacht. Der Junge wäre dann Kind eines Stammes, der auf dem Weg nach Süden war.

Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)