13. Februar 2014
Wer Orang-Utans sehen will, muss in Bäume klettern.
Davon sind Forscher bislang ausgegangen. Denn es hieß, Orang-Utans kommen nur dort häufiger auf den Boden, wo Menschen die Wälder zerstört haben. Doch Biologen des Leibniz-Instituts in Berlin haben jetzt herausgefunden, dass das gar nicht stimmt.
Die Wissenschaftler haben sieben Jahre lang Borneo-Orang-Utans mit Kameras beobachtet und festgestellt, dass es für die Affen ganz normal ist, sich am Boden zu bewegen - sogar für die Weibchen mit ihren Jungtieren. Die Zerstörung der Urwälder hat auf das Verhalten der Tiere weniger Einfluss als bisher gedacht.
Die Forscher glauben, dass frühere Studien zu einem anderem Ergebnis gekommen sind, weil dort Forscher selber zum Beobachten in den Wald gegangen sind. Die Wissenschaftler haben die scheuen Tiere wahrscheinlich in die Baumkronen getrieben.
Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)