14. Februar 2014
Geld macht nicht glücklich.
Vor allem dann nicht, wenn man viel Geld verliert. Eine bisher einzigartige Untersuchung aus Taiwan zeigt: Gehen die Börsenkurse runter, dann füllen sich die psychiatrischen Krankenhausstationen. Die Forscher von der Universität Taipeh haben die Daten von elf Jahren ausgewertet, insgesamt 4000 Tage. Und sie haben detailliert nachgewiesen, wie sich Kursverluste an der Börse auf die Patientenzahlen in den Krankenhäusern auswirken.
Wenn der taiwanesische Aktienindex um 1000 Punkte abgesackt ist, dann wurden pro Tag fünf Prozent mehr Patienten mit psychischen Problemen eingeliefert. Den größten Effekt hatten die Börsenkurse auf Männer zwischen 35 und 54. Eine Schwachstelle hat die Studie allerdings: Die Forscher konnten keine sozialen Faktoren mit einbeziehen, also zum Beispiel Bildungsstand, Einkommen oder ob die Patienten Probleme mit Drogen hatten.
Veröffentlicht haben die Forscher die Langzeitstudie in der Fachzeitschrift "Health Policy and Planing".
Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)