14. Februar 2014

Seelachszucht: Gen-Chip soll den perfekten Fisch finden

Bei Menschen würde man wohl von ethisch nicht vertretbarer Selektion sprechen.

Bei Lachszüchtern dagegen jubelt man über diese Erfindung: Ein Chip, der anzeigt, ob ein Seelachs die gewünschten Gene hat oder nicht. Schottische Wissenschaftler haben den Chip zusammen mit mehreren Unternehmen entwickelt. Darauf sind die Informationen über hunderttausende Stückchen DNA gespeichert, alles Variationen des Seelachs-Erbgutes.

Alles, was Züchter brauchen, um den perfekten Fisch rauszufiltern, ist ein Stückchen Gewebe aus der Rückenflosse. Das wird dann vom Chip auf die gewünschten Genvarianten gescannt, also darauf, wie widerstandsfähig ein Fisch gegen bestimmte Krankheiten ist oder wie schnell er wachsen kann. Die besten Fische sollen dann als Zuchttiere eingesetzt werden.

Die Seelachszucht ist für Großbritannien ein großes Geschäft. Die Farmen machen jedes Jahr einen Umsatz von umgerechnet mehr als 600 Millionen Euro.

Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)