14. Februar 2014

Risiko Schlachthof: Behörde sieht Gesundheitsgefahr für Mitarbeiter

Wer in einem Schlachthof arbeitet, der ist sowieso schon nicht zu beneiden: Die ganze Zeit Schweine zersägen, und das für fünf oder sechs Euro die Stunde.

Aber das ist offenbar nicht alles. Die Bundesanstalt für Arbeitsschutz hat die Situation von Mitarbeitern untersucht, die in Schweine- oder Hühnerställen arbeiten, oder eben in einem direkt angeschlossenen Schlachthof. Und: Die Behörde ist alarmiert. Der Leiter der Untersuchung hat der "Neuen Osnabrücker Zeitung" gesagt, dass es für die Mitarbeiter ein deutlich höheres Risiko gibt, sich Atemwegserkrankungen einzufangen, wegen des vielen Staubs und der Keime.

Die Wissenschaftler der Behörde haben zwölf Jahre lang Gesundheitsdaten in der Tiermast gesammelt. Besonders gefährdet sind ihren Angaben nach Mitarbeiter, die lebende Tiere annehmen und zur Schlachtung bringen. Die Langzeitstudie ist allerdings noch nicht abgeschlossen. Es werden weiter Blutproben ausgewertet.

Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)