17. Februar 2014
Gerade hat der Film "12 years a slave", bei den britischen Filmpreisen Baftas abgeräumt. Darin geht es um die wahre Geschichte von Solomon Northrup, der fälschlicherweise versklavt wird.
Das ganze spielt im Jahr 1841, ist also schon eine Weile her. Aber die damals geschaffenen strukturellen Ungleichheiten wirken sich immer noch auf die Gegenwart aus, selbst in Kleinigkeiten. Auf der Tagung des US-Wissenschaftsverbands AAAS hat die Forscherin Virginia Parks ihre Ergebnisse präsentiert. Sie hat sich die Daten der US-Zensus-Behörde der Stadt Chicago genauer angesehen und herausgefunden, dass Afro-Amerikaner einen längeren Arbeitsweg haben als weiße US-Amerikaner. Insgesamt vierzig Minuten pro Woche sind Afro-Amerikaner im Vergleich länger unterwegs.
Ursache ist, laut der Forscherin, immer noch die Nachwirkungen der Rassentrennung. Dadurch würden viele Afro-Amerikaner noch in abgelegeneren Stadtvierteln wohnen, die außerdem oft schlecht an den Öffentlichen Nahverkehr angebunden sind.
Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)