17. Februar 2014
Wer in der Schule gemobbt wird, dem geht es schlecht, das ist klar. Dass man davon dauerhaft körperlichen Schaden nehmen kann, das haben nun Wissenschaftler aus Boston nachgewiesen.
Sie berichten im Magazin "Pediatrics" von ihrer Langzeitstudie, für die sie mehr als 4.000 Kinder von der fünften bis zur zehnten Klasse begleiteten. Die Auswirkungen von Mobbing waren in jeder Altersstufe ähnlich: Die Opfer fühlten sich körperlich und geistig schlecht, ihnen mangelte es an Selbstbewusstsein. Ging die Schikane über Jahre weiter, dann verschlimmerte sich der Zustand. Denn dann litt auch die Beweglichkeit: Die Kinder konnten schlechter rennen und laufen und schnitten beim Sport nicht so gut ab wie andere. Im Vergleich hatten die Opfer des Dauer-Mobbings den schlechtesten Gesundheitszustand von allen. Die Forscher schlussfolgern daraus: Es ist nicht nur wichtig, dass Mobbing zu beenden, man muss sich dann auch dauerhaft um die Opfer kümmern, damit diese keine Langzeitschäden davon tragen.
Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)