17. Februar 2014
Der millionenfache Diebstahl von Online-Identitäten war vor einem Monat ein großes Thema.
Das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik stand unter anderem in der Kritik, weil es die Öffentlichkeit erst im Januar darüber informierte. Damals hieß es, man habe im Bundesamt schon im Dezember von dem Fall gewusst. Tatsächlich wusste man dort aber sogar noch länger Bescheid, berichtet jetzt heise.de. Das geht aus der Antwort auf eine Anfrage des Grünen-Politikers Konstantin von Notz hervor. Dort heißt es, das Bundesamt habe schon im August von dem Fall erfahren. Zu dem Zeitpunkt hatte es einen Probedatensatz erhalten. Nach einer Prüfung stand fest, dass es um eine größere Datenmenge ging. Nach weiteren Ermittlungen und Prüfungen erhielt das Bundesamt schließlich am 19. Dezember die Erlaubnis, die Betroffenen zu informieren. Im Januar war es dann so weit.
Laut Innenministerium dauerte es so lange, weil das laufende Ermittlungsverfahren nicht gefährdet werden sollte. Konstantin von Notz sagt dagegen, eine solche Verzögerung sei "mit nichts zu rechtfertigen" und spricht vom Eindruck einer "beispiellosen Behördenschlamperei".
Quelle: DRadio Wissen Lizenz: Creative Commons Licence: Namensnennung, keine kommerzielle Nutzung, keine Bearbeitung (BY-NC-CD)